BSK-Fachtagung Film

Aachen 11. - 13.4.1997


Einladung

Liebe FilmfreundInnen,

die reisende Fachtagung Film des BSK ist in diesem Jahr beim Filmstudio an der RWTH Aachen zu Gast. Dazu sind alle Filmclubs, Filminitiativen und Filminteressierten herzlich eingeladen! Neben der Teilnahme an den informativen Arbeitsgruppen und der Möglichkeit Vertreter der Filmwirtschaft kennenzulernen, bietet die Tagung natürlich wieder die Möglichkeit des persönlichen Erfahrungsaustausches und des zwanglosen Kennenlernens.

Schwerpunkt des diesjährigen Treffens sind allgemeine und spezielle Fragen, die uns in der alltäglichen Arbeit begegnen. Die Themen und Inhalte findet Ihr in der folgenden Aufstellung. An dieser Stelle möchten wir auf eine organisatorische Änderung in der Programmstruktur hinweisen. Erstmalig verlassen wir das bekannte Konzept, die Arbeitsgruppen über die ganze Dauer der Tagung zu erstrecken. Stattdessen gibt es eine größere Anzahl zeitlich gestraffter AG's. Dadurch soll der/die Einzelne in mehrere Bereiche Einblick nehmen können.

Um das im letzten Jahr skizzierte »Augsburger Bekenntnis« zu verabschieden, möchten wir Euch bitten, es im letzten BSK-Rundbrief [Nr. 1/97] bzw. den Tagungsunterlagen nachzulesen und Korrekturen dazu für das Abschlußplenum vorzubereiten.

Damit wir die Tagung effektiver gestalten können, vermerkt bitte auf Eurer Anmeldung an welchen AGs Ihr teilnehmen möchtet.

Abschließend möchte ich Tilman Spreckelsen für sein Engagement danken, mit dem er über viele Jahre die »Einführung in die Filmarbeit« geleitet hat.

Es lebe die 7. Kunst!

Holger Tepe
(Tagungsleitung)


Vorträge und Referate

Eröffnungsvortrag
»Ein guter Anfang ist die halbe Miete«
Die Exposition im Film

Das Zitat des Drehbuchautors William Goldman (Der Marathon-Mann, Die Unbestechlichen, Misery) betont die enorme Wichtigkeit des Filmanfangs für den weiteren Verlauf der Handlung. Ähnlich der literarischen Exposition ist der Beginn eines Films geradezu aufgeladen mit Bedeutung. Neben der Einführung in die Story plazieren die Filmemacher deshalb mehr oder weniger deutliche Hinweise für die Charakterisierung der Personen, den weiteren Verlauf und oft auch das Ende der Geschichte in den ersten Filmminuten.

Daß dies nicht nur bei traditionellen Literaturverfilmungen oder ambitionierten »Kunst«-Filmen der Fall ist, zeigt der Vortrag anhand einiger zeitgenössischer `Mainstream'-Beispiele.

(Eröffnungsvortrag mit Videobeispielen, Referent: Manfred Rüsel, Medienwissenschaftler, Lehrbeauf- tragter am Germanistischen Institut der RWTH Aachen und Medienreferent der Bezirksregierung Köln im Bereich Lehrerfortbildung)

Präsentation der Kurzfilmagentur Hambug e.V.

Die Kurzfilmagentur Hamburg bemüht sich seit ihrer Gründung 1993 um die Verbesserung der Abspiel- und Vertriebsstruktur für Kurzfilme. Sie veranstaltet darüber hinaus u.a. jährlich das Kurzfilmfestival Hamburg. Auf der Fachtagung stellt die Kurzfilmagentur ihre Arbeit und ihr aktuelles Verleihprogramm vor. Es werden Teile verschiedener Kurzfilmprogramme sowie einzelne Filme aus dem Verleihprogramm gezeigt.

(Präsentation: voraussichtlich Wolf Schmidt, Disponent der Kurzfilmagentur)

Apropos Kurzfilme:

Wer von Euch selbstgedrehte Kurzfilme hat (Format: 35 mm, 16 mm, Beta, SVHS oder VHS) sollte diese bitte mitbringen! Es besteht die Möglichkeit, sie während der Tagung zu zeigen!)

Prädikat »wertvoll«

Die Zusammensetzung der Filmbewertungsstelle Wiesbaden (FBW) sowie deren Kriterien der Vergabe der Prädikate »wertvoll« und »besonders wertvoll« werden von Steffen Wolf, Verwaltungsdirektor der FBW, vorgestellt. Im Anschluß besteht die Möglichkeit zur Diskussion. (Referat)

Abrechnungskontrolle

Zur Kontrolle der Filmabrechnungen durch die Verleiher referiert voraussichtlich Johannes Klingsporn, Geschäftsführer des Verbandes der Filmverleiher e.V. Anschließend steht er für Fragen rund um die Abrechnung, aber auch zur gewerblichen Aufführung von Videokopien zur Verfügung. (Referat)


Arbeitsgruppen

(1. Block - Vormittag)

AG1: Praxis der studentischen Filmarbeit

Diese Arbeitsgruppe richtet sich vorwiegend an Leute mit noch geringer Erfahrung im »Filmbetrieb«. Themen nach Wunsch und Interesse der Teilneh- merInnen, z.B.:

(Leitung der AG: Jürgen Thiel, Filmstudio an der RWTH Aachen e.V.)

AG2: Kommerzialisierung der Filmarbeit an den Universitäten

(Referent: Ein Jurist aus dem Rektorat der RWTH Aachen ist angefragt, L eitung der AG: Stefan Baatz, Uni Kino Lüneburg)

AG3: Filmbeschaffung aus Archiven und aus dem Ausland

Diese AG soll einen stärkeren Workshop-Charakter haben. An Fallbeispielen sollen mögliche Vorgehensweisen erarbeitet werden. Als Referentin steht Doris Talpay, 1. Vorsitzende von Kaleidoskop - Filmforum in Aachen e.V., dem Dachverein nichtkommerzieller Kinoinitiativen Aachens, zur Verfügung. Aus ihrer langjährigen Filmarbeit kann sie viele Tips und Tricks zur fast »unmöglichen« Beschaffung ausgefallener Werke nennen.

(2. Block - Nachmittag)

AG4: Kinotechnik von Kohlelampe bis Digitalton

Informationen und Demonstrationen z.B. zu folgenden Themen:

Weitere Themen können auf Wunsch behandelt werden; diese bitte bei der Anmeldung angeben, damit ggf. die notwendigen Geräte besorgt werden können.
(Leitung der AG: Gerald Sander, Chefbastler des Filmstudio an der RWTH Aachen e.V.)

AG5: Filmjournalismus

Wer schon immer mal über Film schreiben wollte, bekommt hier Anregungen und Tips.

(Leitung der AG: Nikolaj Nikitin, Chefredakteur der Filmzeitung »Der Schnitt«)

AG6: Stummfilm mit Livemusik

Für manche ist das nichts neues, für andere eine Veranstaltung, die mit zu vielen Wagnissen verbunden scheint. Noch immer können Stummfilmklassiker durch ihre Bilder beeindrucken, vor allem, wenn sie mit muskalischer Begleitung aufgeführt werden.

Wir möchten in dieser AG weniger über die historisch getreue Präsentation mit aufwendiger Originalpartitur sprechen, sondern mögliche moderne und zeitgemäße Vorführungen vorstellen. Dabei sollen die praktischen Aspekte in den Vordergrund gestellt werden, die es einem Filmclub ermöglichen, ein solches »Stummfilmkonzert« zu veranstalten. An konkreten Beispielen wird die Planung, Finanzierung und Durchführung besprochen, aus musischer Perspektive werden Einblicke in die Stummfilmvertonung gegeben.

(Leitung der AG: Holger Tepe, Unifilm Osnabrück und Axel Goldbeck, Musiker. In Osnabrück haben beide Referenten aktiv an der Aufführung von Stummfilmen mit Livemusik mitgewirkt.)


Tagungsablauf

Freitag, 11. April

16.00 Uhr
Anreise, Anmeldung
18.00 Uhr
Abendessen
20.00 Uhr
Begrüßung, Vorstellungsrunde
Eingangsreferat: Exposition im Film (Manfred Rüsel)
21.30 Uhr (geplant)
Stummfilmveranstaltung

Samstag, 12. April

9.00 Uhr
Frühstück
10.30 Uhr
Plenum: Vorstellung der Arbeitsgruppen
11.00 Uhr
Arbeitsgruppen:
AG1 Praxis der studentischen Filmarbeit
AG2 Kommerzialisierung der Filmarbeit an den Hochschulen
AG3 Filmbeschaffung aus Archiven und dem Ausland
13.30 Uhr
Mittagessen
14.30 Uhr
Plenum: Vorstellung der Arbeitsgruppen
15.00 Uhr
Arbeitsgruppen:
AG4 Kinotechniktechnik von Kohlelampe bis Digitalton
AG5 Filmjournalismus
AG6 Stummfilm mit Livemusik
18.30 Uhr
Abendessen
20.00 Uhr
Hamburger Kurzfilmagentur

Sonntag, 13. April

9.00 Uhr
Frühstück
10.30 Uhr
Referat: Filmbewertungsstelle
11.30 Uhr
Referat: Abrechnungskontrolle, Verband der Filmverleiher
13.00 Uhr
Mittagessen
14.00 Uhr
Abschlußplenum
15.00 Uhr
Ende der Tagung

Tagungsleitung: Holger Tepe, Initiative Unifilm, Osnabrück
Veranstalter: Bundesverband studentische Kulturarbeit e.V. in Zusammenarbeit mit dem Filmstudio an der RWTH Aachen e.V.
Die Tagung wird mit Mitteln des BMBF unterstützt.


Anmeldung

Wenn Ihr an der Fachtagung Film teilnehmen möchtet, müßt Ihr Euch vorher anmelden. Das Anmeldeformular gibt es beim BSK (BSK e.V., Haus der Kultur, Weberstr. 59a, 53113 Bonn) und zum Ausdrucken auf dieser Seite..

Der Kostenbeitrag je TeilnehmerIn beträgt: 50,- DM für BSK-Mitglieder und 70,- DM für Nichtmitglieder. Für Aachener reduziert sich der Kostenbeitrag auf 30,- DM. Bitte überweist den Gesamtbetrag mit dem Vermerk »FT Film« und Angabe Eurer Namen (sic!) auf das Konto des BSK e.V.: Konto Nr.: 200 95 53 013 bei der Volksbank Bonn Rhein-Sieg (BLZ 380 601 86)

Falls wegen einer Behinderung eine besondere Verpflegung/Unterkunft erforderlich ist, gebt dies bitte an.

Bitte meldet Euch möglichst frühzeitig, spätestens bis Montag, den 7. April 97, an, damit wir die Tagungsunterlagen noch rechtzeitig verschicken können.


(schnipp)

Verbindliche Anmeldung zur BSK-Tagung vom 11.4.-13.4.1997

Name(n):  
Institution:  
Anschrift:  
Telefon:  
Arbeitsgruppen: 1 2 3 · 4 5 6 1 2 3 · 4 5 6

(schnipp)

Bitte vergeßt nicht, die Arbeitsgruppen anzukreuzen. Das Formular schickt Ihr dann bitte an den BSK.
Post: BSK e.V., Haus der Kultur, Weberstr. 59a, 53113 Bonn
Fax: 0228/21 65 81


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Markup: cms,   19. März 1997